Ein eigenes Blaskonzert zur Goldhochzeit

Brambauer/Elmenhorst. Die Überraschung ist geglückt. Ein eigenes Blaskonzert zur Goldhochzeit. Das Elmenhorsterehepaar Gisela und Norbert Josef Gockeln feierte am Mittwoch (26.8.) ein rauschendes Fest. Im Rahmen der Familie und selbstverständlich mit den Musikern der Elmenhorster Blaskapelle. Und alles unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregeln wegen Corona.

Empfangen mit den Klängen „Hoch sollen sie leben“, unter der Federführung von Taktgeber Jogi Krause-Zimmermann, kam das Goldhochzeitsehepaar mächtig ins Stauen.

„Damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind echt überrascht“, so das Jubiläumsehepaar unisono. Schwiegertochter Martina Gockeln, welche mit dem Rest der Familie sowie den Machern der Elmenhorster Blaskapelle den Festakt eingefädelt hatte, sprach kurz und knapp:

„Wir laden euch ein, zu eurem Goldhochzeitskonzert. Bitte Platz nehmen und genießen. Los geht’s“, so eine glückliche Martina Gockeln.

Egal ob „Preußen Gloria“, „Böhmischer Traum“, das Lieblingsstück von Gisela Gockeln, „Alte Kameraden“ oder „Gablonzer Perlen“, das Lieblingslied von Ehemann Norbert Josef Gockeln. Die Bläser entfachten ein wahres musikalisches Feuerwerk, um das heutzutage nicht alltägliche Jubiläum einer 50-jährigen Ehezeit angemessen zu feiern und dem Paar einen unvergesslichen Abend zu schenken.

In der kleinen Verweilpause zwischen den musikalischen Darbietungen gab das Goldhochzeitsehepaar einen Einblick auf die zurückliegenden fünfzig Ehejahre.

„Wir haben uns auch durch die Musik kennen- und lieben gelernt. Als ich als Mitglied der Jagdhornbläser Waltrop einen Auftritt im Michalesheim in Lünen-Süd hatte, genau genommen nannte sich der Abend „Jagd und Wald“ haben wir auf Einladung des MGV Cäcilia dort gespielt. Dort habe ich meine Gisela erstmals gesehen und haben mich sofort in sie verliebt. Mein späterer Schwiegervater war Mitglied im MGV, sodass meine heutige Ehefrau auch vor Ort war. Sozusagen haben wir uns gesucht und gefunden. Und nun sind es schon fünf Jahrzehnte“, erinnert sich der heute 70-Järhige an das erste Kennenlernen seiner Herzdame.

„Nach unserem ersten Date im Januar 1969 ist er mir sogar hinterher gefahren und hat mich während meines Urlaubs an der Ostsee überraschend besucht. Er hatte halt Sehnsucht nach mir“, so die heute 68-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Wenige Zeit später, genau am 26. August 1970, läuteten in Waltrop die Hochzeitsglocken.

Gisela Gockeln, seit Gründung der Elmenhorster Blaskapelle im Jahre 1997 passives Mitglied und mit viel Herzblut dabei, hielt ihrem Mann stets den Rücken frei. Entweder im eigenen Betrieb in der kaufmännischen Sparte des Unternehmens oder bei der Kindererziehung der beiden Söhne Stefan und Sebastian.

„Mittlerweile habe ich mit Franziska, Maximilian, Johannis, Julia und Justus fünf Enkelkinder. Aber für Nordig Walking, Yoga und zwischendurch mal ein spannendes Buch lesen, dafür bleibt immer noch Zeit“, meint die noch jung und vital wirkende Altersrentnerin.

Ehemann Norbert Josef, früherer Chef und Macher innerhalb seines Straßen-, Tiefbau- und Transportunternehmens, liebt nicht nur die Musik sondern auch das Schützenwesen.

Als Gründer der Elmenhorster Blaskapelle 1997, bis ins Jahr 2016 war er zugleich auch Vorsitzender der Elmenhorster Blaskapelle, ehe er den Staffelstab an Schwiegertochter Martina Gockeln übergab, zeigt die Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern Waltrop seit 1963 sein Falbe für Musik.

Nicht zu vergessen sei das Engagement bei den Bürgerschützen Elmenhorst. Neben der zwei Jahrzehnten umfassenden Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender stand Norbert Josef Gockeln mit seiner Gattin Gisela von 1991 bis 1993 auf dem Königsthron.

„Wir haben uns in all den Jahren gut ergänzt. Für meine Auftritte in der Musikszene hatte meine Frau stets Verständnis. Dafür bin ich ihr ewig dankbar“, so der zweifache Familienvater.

Als Zeichen des Danks und der Verbundenheit übergab Martina Gockeln, stellvertretend für alle Bläser, an das Goldhochzeitsehepaar einen Blumenstrauß, ein Holzbrett mit einem roten Herz und ein Windlicht, symbolisch für das ewige Licht des Lebens.